Asien,  Thailand

Hua Hin – 3 Tage Travel Guide

Hallo ihr Lieben,

von Bangkok aus könnt ihr tolle ein- oder mehrtägige Ausflüge in die Umgebung unternehmen. Wir wollen euch in diesem Beitrag den schönen Badeort Hua Hin vorstellen, der auch bei den Thais sehr beliebt ist. Bevor wir uns für Hua Hin entschieden hatten, waren wir von den Erzählungen her eher abgeneigt. Man erzählte uns, dass der Strand nicht schön und voller kleiner Muschelschalen sei, so dass man dort kaum Baden gehen kann. Zugegeben wir haben nur wenig Erfahrungen mit Badeurlaub, da unsere Reisen eher mit Fotografie und Sehenswürdigkeiten vollgepackt sind, aber anscheinend hatten wir diesmal Glück und wir konnten sogar sehr gut Baden gehen und somit das Erzählte nicht bestätigen. 🙂

Über Hua Hin

Hua Hin ist eine kleine Stadt am Golf von Thailand, ca. 3-5 Stunden entfernt von der Hauptstadt. Hier hat die königliche Familie ihre Sommerpaläste. Die Stadt ist beliebt bei Bangkokern, die für eine kurze Zeit weg vom Trubel der Stadt wollen, um Ruhe zu genießen. Am Strand entlang befindet sich ein Hotel neben dem anderen. Trotzdem sind die Strände nicht übermäßig voll und angenehm ruhig. Viele der Hotels befinden sich auch im Nachbarort Cha Am, der ebenfalls sehr beliebt ist. Wir waren nicht in Cha Am und können daher nur vermuten, dass dort eventuell mehr los ist am Strand.

Anreise aus Bangkok

Von Bangkok aus ist Hua Hin leicht per Bus oder Minivan zu erreichen. Hinzu haben wir einen Bus von der Busstation Sai Tai Mai genommen. Die großen Busse sind zwar komfortabler, allerdings war von der Klimaanlage so gut wie nichts zu spüren. Der Bus heizte sich nämlich während der Fahrt über die Mittagshitze so auf, dass wir sehr froh waren nach 5 Stunden (Stau!) endlich aussteigen zu dürfen. Ein weiterer Nachteil der großen Busse gegenüber Minivans ist, dass sie nicht so klein und wendig sind um die Staus zu umfahren. Wenn ihr also einen Ausflug an einem verlängerten Wochenende mit Feiertag plant, so wie wir es taten, dann raten wir euch die Minivans zu nehmen. Andererseits haben alle Minivan-Fahrer einen „Fast and Furious“-Stil und in machen Situationen ist es auch nicht ungefährlich. Von der Busstation Mo Chit aus fahren regelmäßig Minivans ab. Rückzu haben wir einen Minivan erwischt, welcher nach Ekamai fuhr. Die Fahrt war nur etwas über 2 Stunden lang trotz dickem Verkehr. Eine Alternative ganz ohne Stau, aber leider quälend langsam, ist der Zug, der einen großen Umweg macht und daher ebenfalls mindestens 5 Stunden bis nach Hua Hin braucht. Entscheidet selbst, welches Transportmittel für euch geeignet ist und dann LOS! 🙂

Unterwegs in Hua Hin

In Hua Hin von A nach B zu kommen ist ganz einfach. Es fahren regelmäßig Sammeltaxis (sogenannte Song Taews), die je nach Farbe eine bestimmte Route fahren. Wir hatten an der Hotelrezeption eine Stadtkarte bekommen, wo diese Routen eingezeichnet waren. Am besten ihr geht zur großen Hauptstraße und winkt dem Sammeltaxi zu, steigt ein und klingelt, wenn ihr aussteigen wollt. Pro Fahrt innerhalb der Stadt kostet es 10-20 THB. Alternativ könnt ihr auch einen Roller mieten für etwa 200 THB pro Tag. Roller fahren ist okay, da der Verkehr eher ruhig ist. Einen Führerschein will auch niemand sehen, aber immerhin gibt es einen Helm. Unser Roller war am Anfang leer, also mussten wir ihn erst auftanken. Das geht problemlos an den großen Tankstellen entlang der großen Straßen und kostet etwa 100 THB für einen vollen Tank.

Unterkunft in Hua Hin

Wir haben 2 Nächte im wunderschönen Hotel Laksasubha Hua Hin direkt am Meer verbracht. Die Anlage ist weitläufig und idyllisch im Grünen gelegen. Die Zimmer sind auf große villenartige Bungalows verteilt und sehr geräumig. Das reichhaltige Frühstücksbuffet durften wir jeden Morgen im eigenen Strandrestaurant genießen. Am Strand befindet sich auch die Bar sowie ein kleiner Infinity-Pool zum Erfrischen, denn das Meerwasser ist eher warm. Es ist ein super Relax-Hotel und gerne wären wir hier länger als nur 2 Nächte geblieben.

Was tun in Hua Hin

Wat Thao Takiap (Tag 1)

Eigentlich gibt es überall in Thailand sehenswerte Tempel. Wir haben uns für diesen entschieden, er ist auf einem Hügel direkt am Meer gelegen ganz im Süden von Hua Hin. Um zum Eingang zu gelangen müsst ihr einen Stück über den Sandstrand laufen. Nach wenigen Stufen kommt ihr zu einem Fischerhäuschen, von wo aus ihr über die gesamte Bucht blicken könnt. Als nächstes folgt ein großer stehender goldener Buddha und danach sehr viele Treppenstufen hinauf zum Tempel. Die Anlage ist geteilt und es lohnt sich noch weiter auf dem Berg entlang der Straße zu laufen. Ihr kommt dann nach ein paar Minuten zur eigentlichen Tempelanlage und dort gibt es sehr viele Affen, die auch gerne Sachen stehlen, also befestigt alles gut. Wir waren am Abend dort und konnten die Mönche bei ihrem Gesang lauschen und Glocke läuten zusehen.

Cicada und Tamarind Nachtmarkt (Tag 1)

Diese Märkte solltet ihr unbedingt mitnehmen, wenn ihr in Hua Hin seid. Sie liegen beide direkt nebeneinander und bieten eine reichliche Auswahl an Essen und Entertainment. Perfekt um den Abend zu verbringen! Beide Märkte finden nur von Freitag bis Sonntag statt. Neben der Hauptbühne mit Live-Musik gibt es auch viele Straßenkünstler, wie Feuertänzer, Breakdancer oder Hundezirkus. Beim Essen konnten wir uns nur schwer entscheiden, denn es gibt dort einfach ALLES. Da wir am Meer waren, mussten wir natürlich auch Meeresfrüchte probieren. Diese sind sehr frisch und köstlich!

Phraya Nakhon Höhle (Tag 2)

Für diesen Tagesausflug haben wir uns einen Roller gemietet. Direkt vor unserem Hotel gab es einen Rollervermieter für 200 THB für 24 Stunden. Mit Hilfe der Google Maps App sind wir in Richtung Khao Sam Roi Yot Nationalpark gefahren nur um die Phraya Nakhon Höhle zu besichtigen. Es war anstrengend, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden. Dort angekommen habt ihr die Möglichkeit entweder über einem steilen Bergweg zu wandern (dauert mehrere Stunden) oder mit dem Boot den Berg zu umfahren, denn der kurze Aufstieg zur Höhle ist nur von einem Strand zu erreichen zu dem man nur mit dem Boot kommt. Da wir (wieder mal) knapp dran waren, haben wir uns für das Boot entschieden. Es war gerade Ebbe, also mussten wir Barfuß zum Boot laufen. Nach der Bootsfahrt konnten wir unsere Füße am Strand praktischerweise abspülen, dort gibt es Wasserhähne. Nun begann für uns der Aufstieg zur Höhle. Dieser war richtig anstrengend! Es dauert ca. 1 Stunde und wir empfehlen festes Schuhwerk, auch wenn viele Asiaten den Weg mit Flip-Flops bewältigen. Uns ist immer schleierhaft wie die das problemlos schaffen, aber anscheinend wurden die mit den Latschen geboren. 🙂 Als erstes gelangten wir zu einem versteinerten Wasserfall und danach zu der ersten Höhle. Diese ist lichtdurchflutet und bewachsen. Weiter ging es über die „Höllenbrücke“ zur zweiten Höhle, unser Ziel – der königliche Pavillon! Am besten man ist hier bereit gegen 11:00 damit man das Foto machen kann, wo die Sonne direkt auf den Pavillon strahlt. Leider waren wir erst gegen 13:00 dort und die Sonne war schon weiter rum gegangen, dennoch sah es immer noch spektakulär aus. Der Abstieg war nicht weniger anstrengend, dafür hatten wir noch ein paar wirklich niedliche Affen gesehen. 🙂 Auf der Rückfahrt mit dem Boot kann man sich wieder bei den Touri-Ständen die Füße abspülen.

Hua Hin Nachtmarkt (Tag 2)

Diese Markt findet täglich statt. Vom Nachtmarkt her waren wir allerdings nach den Erlebnissen auf dem Cicada und Tamarind Markt ein wenig enttäuscht. Er erstreckt sich entlang einer Straße in der Nähe vom Bahnhof. Es gibt die typischen Verkaufsstände sowie einige Restaurants und Bars. An einer Bar sind wir tatsächlich auch länger stehen geblieben, da dort zu dem Zeitpunkt ein ganz toller Gitarrist gespielt hatte. Gegessen haben wir aber letztendlich nicht auf dem Markt sondern in dem Koti Restaurant direkt gegenüber vom Markt. Warum? Ganz einfach: Dort haben viele Leute angestanden und das ist meist ein Zeichen, dass es gut sein muss und wir können bestätigen: Das Essen war wirklich sehr lecker!

Sonnenaufgang beobachten (Tag 3)

Der Strand von Hua Hin ist in Richtung Osten ausgerichtet, deshalb könnt ihr hier wunderschöne Sonnenaufgänge über dem Meer beobachten. Da unser Hotel direkt am Strand lag, sind wir eines Morgens kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden und mit unserer Foto- und Videoausrüstung an den Strand gelaufen. Das frühe Aufstehen fällt uns (vor allem Ha) sehr schwer, aber bei gutem Wetter werden wir immer mit einem tollen Farbenspiel im Himmel sowie fantastischen Aufnahmen belohnt.

Reiten am Strand (Tag 3)

Reiten gehört nicht zu unseren Hobbys, aber in Hua Hin konnten wir viele Touristen beobachten, die am Strand geritten sind. Egal ob alt oder jung, Erfahrene oder Anfänger, mit oder ohne Führer. Hier können Pferdeliebhaber sogar schon zum Sonnenaufgang einen Reitausflug unternehmen. Wir sind nicht geritten aber die Pferde und Reiter waren tolle Fotomotive.

Hua Hin Bahnhof (Tag 3)

Wir sind zwar nicht mit dem Zug nach Hua Hin gekommen, aber der Bahnhof von Hua Hin ist der wahrscheinlich schönste Thailands. Er ist nahezu wie ein kleines Museum. Als die Königsfamilie damals ihre Sommerpaläste errichten ließ, wurde auch die Bahnstrecke Bangkok – Hua Hin fertiggestellt. Damals reiste die Königsfamilie oft mit der Bahn nach Hua Hin. So wurde auf dem Bahnhof ein Wartehäuschen nur für sie errichtet. Außerdem befindet sich auf dem Bahnhofsgelände eine alte Dampflokomotive sowie diverse historische Gegenstände.

Plernwan Markt (Tag 3)

An diesem historisch anmutenden Markt sind wir bestimmt mindestens 5 Mal im dunklen vorbeigefahren. Von der Straße aus ist er sehr unscheinbar. Abends wurde laut Musik gespielt, so dass wir dachten, es wäre ein hippes Restaurant oder eine Disko. Auf 2 Etagen gibt es hier einen kleinen Shop neben dem anderen. Dabei ist der gesamte Markt dekoriert mit Bildern und Gegenständen der Königsfamilie aus den 50er Jahren. Die Anlage ist künstlich aber sehr atmosphärisch und daher empfehlenswert.

Zusammenfassung

  • Hua Hin ist ein Strandort in der Nähe von Bangkok
  • Gemütliche und ruhige Atmosphäre
  • Perfekt für 2-3 Tage Ausflug ans Meer
  • Wunderschöne Sonnenaufgänge am feinen Sandstrand
  • Große Auswahl an Essen und Entertainment auf den Nachtmärkten

2 Kommentare

  • Oli

    Hua Hin ist super praktisch zu erreichen und es gibt auch ein paar coole Dinge zu sehen wie die nahen Nationalpärke. Aber den Strand fand ich für thailändische Verhältnisse ziemlich enttäuschend. Ich würde eher nicht mehr hinfahren.

    • laipix

      Hallo Oli, danke für dein Kommentar! Da wir keine Badetouristen sind, können wir die Qualität eines Strandes sicher nicht so gut einschätzen. Aus fotografischer Sicht jedoch hat uns der Sonnenaufgang in Hua Hin extrem gut gefallen. Vor allem, weil es dort (und das ist eher selten) Pferde am Strand zu sehen sind. Viele Grüße, Ha und Tino

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: