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Cochem: Reichsburg

Diesmal ist unser Foto der Woche wieder im schönen Deutschland entstanden, genauer in Cochem an der Mosel. Entlang der Mosel gibt es viele tolle Motive und die Reichsburg in Cochem ist ein absolutes Highlight. Sie liegt auf einem Hügel über dem lang gezogenen Ort. Fahrt ihr entlang der Mosel könnt ihr sie überhaupt nicht verfehlen.

Reichsburg: Eroberung und Zerstörung

Früher gab es sehr viele Reichsburgen. Sie waren der Verwaltungssitz eines bestimmten Gebietes. Leider wurden sehr viele von ihnen durch Eroberungen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Abgesehen von Cochem gibt es noch die Reichsburgen Burg Landeck, Burg Berwartstein und Reichsburg Trifels, die interessante Motive bieten könnten. Allerdings ist die Reichsburg in Cochem wohl eine der schönsten Burgen von ganz Deutschland. Die Burg, die wir heute sehen war allerdings vor ca. 150 Jahren noch eine Ruine. Im Zuge mehrerer Gebietseroberungen bei Kriegen zwischen Deutschland und Frankreich wurde die Burg im 17. und 18. mehrmals erobert und zerstört.

Reichsburg: Wiederaufbau

Ein reicher Kaufmann aus Berlin erwarb schließlich die Burg und ließ sie im neugotischen Stil wiederaufbauen. Dies fand in etwa zur gleichen Zeit statt, wie die Erbauung der Märchenschlösser von Ludwig II. in Bayern. Wenn Privatpersonen ihren Reichtum in die Kunst investieren, dann schaffen sie echten dauerhaften Mehrwert. Cochem profitiert heute massiv von der Reichsburg und Bayern von seinen Märchenschlössern. Kunst wird leider oft unterschätzt, aber in unserer vergänglichen Welt ist Kunst, das einzige was überlebt. 😉

Cochem: Unser Besuch

Der Ort Cochem ist daher auch sehr touristisch geprägt mit vielen Restaurants, Souvenirläden usw. Es lohnt sich durch die Gässchen zu schlendern. Leider haben wir einen viel zu heißen Sommertag für den Besuch erwischt und waren sehr erschöpft von unserer Mosel-Tour in der Hitze. Wir wollen also noch einmal zurückkommen und dann auch die Burg von Innen besuchen. Auf der Burgseite gibt es fast nur kostenpflichtige Parkplätze. Wenn ihr allerdings auf die gegenüberliegende Flussseite fahrt, könnt ihr mit etwas Glück einen kostenlosen Parkplatz ergattern.

Wie fotografieren?

Von der gegenüberliegenden Flussseite aus haben wir unsere Fotos geschossen. Dies war nicht so leicht, denn wir mussten ewig warten bis die Sonne tief genug war, um die Burg seitlich anzustrahlen. Zudem muss für eine gute Spiegelung der Fluss möglichst ruhig sein. Wenn ein Boot vorbeikommt, ist die Spiegelung dahin. Außerdem gilt es Vorsicht mit den neugierigen Enten zu haben. Wir erlebten eine regelrechte Enteninvasion, nachdem wir unser Stativ aufgestellt hatten. Glücklicherweise bemerkten diese schnell, dass es bei uns nichts zu holen gab und watschelten zügig weiter den zum nächsten Touristen anbetteln. Um lange zu belichten benutzten wir neben unserem Stativ auch einen leichten ND Filter.

Kamera-Einstellungen für beide Bilder:
f22
1s
ISO 100

Equipment:
Vollformat-Kamera
24-70mm Objektiv
Stativ
ND Filter

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