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Capitol Reef Nationalpark

Diesmal erzählen wir euch über den weniger bekannten, aber sehr fotogenen Capitol Reef Nationalpark. Weitere Nationalpark Beiträge von uns findet ihr zum Bryce Canyon hier, Yosemite hier und Death Valley hier. Wir hatten auf unserer USA Reise den Nationalpark Jahrespass und somit konnten wir beliebig oft in alle Nationalparks fahren. Wir entschlossen uns daher beim Nationalpark-Hopping noch den Capitol Reef Nationalpark auf dem Weg vom Bryce Canyon zu unserem nächsten Ziel weiter östlich mitzunehmen. Wir hatten also den Sonnenaufgang im Bryce Cayon und fuhren dann die landschaftlich sehr schöne Strecke über Boulder zum Capitol Reef Nationalpark. Dort kamen wir am späten Nachmittag an und wurden leider erstmal enttäuscht.

Capitol Reef: Kein Weg zu den Highlights

Eigentlich wollten wir zu den Highlights brausen, dem Cassidy Arch und Golden Throne, doch daraus wurde nichts. Durch Regenwetter waren die Straßen zu matschig und daher gesperrt worden. Mit anderen Worten wir fanden uns kurze Zeit später vor einer geschlossenen Schranke wieder und konnten nicht weiter. Leider sind nicht alle Straßen in dem Nationalpark asphaltiert, vergesst also nicht einen Blick auf den Wetterbericht. Das war zwar ein herber Rückschlag, aber wir ließen uns natürlich nicht unterkriegen. Wir fuhren wieder zurück und besuchten daher nur die Mummy Cliff sowie den Goosenecks Overlook und Sunset Point.

Capitol Reef: Sportlich unterwegs

Wenn ihr uns auf Instagram folgt, dann wisst ihr bereits, dass wir uns am Schalter der Autovermietung ganz nach dem Carpe Diem Motto zu einem Upgrade auf ein US Muscle Car überredet haben lassen. Für unseren viele Tausend Kilometer langen Trip war es eine gute Entscheidung, denn unser Camaro rollte trotz Sportlichkeit sehr komfortabel über die Straßen. Trotzdem würden wir, sollten wir noch einmal einen Nationalpark Trip in den USA machen, eher zu einem Allradfahrzeug tendieren. Es gibt in den National oder auch State Parks öfters auch nicht asphaltierte Straßen wie im folgenden Foto. Diese sind mit einem Heckantriebler ein Tabu, vor allem wenn es frisch geregnet hat oder staubtrocken ist. Für richtig coole Drohnen-Aufnahmen wäre aber mega off-road zu fahren. Einige Sightseeing Points, wie unsere oben sind auch nur über solche Wege zu erreichen… oder mit ganz viel Zeit und Wandern. 😉

Capitol Reef - Der Gänsehals

Schließlich kamen wir bei tiefem Sonnenstand am Goosenecks Overlook an. Wie ein Gänsehals schlängelt sich hier der kleine Fluss durch die Gesteinsmassen und gräbt langsam diesen kleinen aber beeindruckenden Canyon immer tiefer. Die Ausblicke sind fantastisch und abends waren wir hier so gut wie alleine. Es gibt keine Absperrungen, ihr könnt also richtig nah an den Abgrund ran gehen.

Capitol Reef - Die Fotogruppe

Am wenige Meter entfernten Sunset Point trafen wir dann, welch Überraschung :), eine Fotogruppe. Zuerst war uns nicht klar, was sie eigentlich fotografieren wollten. Die Landschaft sah überall super aus, die Sonne stand uns aber im Rücken. Nach kurzem Small Talk war uns dann aber klar, was ihr Ziel war, nämlich der weit weg entfernte Mount Ellen am Horizont. Dieser ist über 3500 Meter hoch und war schneebedeckt. Leider versperrten die Wolken etwas die Sicht auf diesen Koloss, welche mit sehr tiefem Sonnenstand angeleuchtet werden würde. Dieses Panorama blieb uns zwar leider erspart, dennoch bot das tiefe Sonnenlicht spektakuläre Motive und die Farbverläufe der Gesteine waren einfach nur toll.

Wie fotografieren?

Am besten ihr habt einen Weitwinkel dabei und dann einfach drauf los. 🙂 Etwas herausfordernd ist den Horizont gerade hinzu bekommen, denn den seht ihr nicht und es gibt überall nur schräge Linien. Die Wasserwaage am Stativ oder in der Kamera kann hier helfen. Wartet am besten bis die Sonne so tief steht, dass sie die Felswände anstrahlt, dann sieht es besonders beeindruckend aus. Es ist auch lohnenswert ein Teleobjektiv dabei haben, denn einige Felsformationen sind weit entfernt, aber dennoch sehr fotogen. Habt also Geduld und haltet aus und lasst euch nie unterkriegen, wenn der Weg, den ihr eigentlich gehen wolltet gesperrt ist. 😉

Kamera-Einstellungen für das Bild ganz oben:
f8
1/160s
ISO 100

Equipment:
Crop-Kamera
18-270mm Objektiv

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